Tagungen / Workshops


Tagung der GeDiPäd e.V. am 07.12.2018: "Gesellschaftsbezug und Moralerziehung im Pädagogikunterricht"


Ort: Katholisch-soziale Akademie

Franz Hitze Haus

Kardinal-von-Galen-Ring 50

48 149 Münster

Programm

 

12.30            Ankommen und Begrüßung

12.45            Dr. Manuel Rühle (DGB Bildungswerk Bayern e.V.): »Zur Frage der Begründung von Pädagogik und ihren    
                      Zielsetzungen«

13.45            Diskussion / Austausch

14.30            Pause

15.15            StR'in Kerstin Waßenberg (Albert-Einstein-Gymansium St. Agustin): »Moralische Entwicklung am Beispiel
                      des Just-Community-Konzeptes im Anschluss an L. Kohlberg«

16.15            Diskussion / Austausch

 

 

Die Tagung greift den durch Hochschulen in NRW geführten Diskurs zur gesellschaftswissenschaftlichen Profilierung des Pädagogikunterrichts auf und möchte diesen praxisorientiert vermitteln. Hierzu wird Herr Dr. Rühle theorieorientiert an seinen Beitrag "Pädagogische Urteilskraft als gesellschaftskritisches Reflexionsvermögen" im Sammelband "Gesellschaftsorientierte pädagogische Bildung" (hrsg. 2017 von Bubenzer, Rühle, Schützenmeister) anknüpfen. Eine praxisorientierte Konkretisierung gesellschaftswissenschaftlicher Bezüge für den Pädagogikunterricht wird insbesondere Frau Kerstin Waßenberg im Hinblick auf die für das schriftliche Zentralabitur im Fach Erziehungswissenschaft relevante Thematisierung der moralischen Entwicklung und des Just-Community-Ansatzes nach Kohlberg vornehmen. Hierzu möchte sie neue unterrichtspraktische Impulse für Pädagogiklehrer/innen geben. Die Tagung wird Gelegenheiten zum Austausch und zur Diskussion bieten.

 

Im Anschluss an die Tagung soll die Mitgliederversammlung der GeDiPäd e.V. stattfinden. Die Einladung der Mitglieder erfolgt gesondert.

 

Für die Tagung ist ein Tagungsbeitrag von 10 Euro zu entrichten.

 

Bitte melden Sie sich mit Hilfe der unten stehenden Eingabemaske bis zum 28.11.2018 an.

 

Bitte keine Sammelanmeldung.

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


6. BERICHT

 

 

Tagung der GeDiPäd e.V.

 

"Diversität und pädagogische Identität von pädagogischen und sozialpädagogischen Bildungsgängen

im beruflichen Schulwesen" 

 

                                                                         05.12.2017, Start 12.30 Uhr

        Ort: Franz-Hitze-Haus, Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48 149 Münster

                                           

 

Tagungsprogramm


 

 

12.30 Uhr    Begrüßung und Einführung in die Thematik

                               (Dr. Carsten Püttmann, 2. Vorsitzender der GeDiPäd e.V.)

 

12.45 Uhr    "Kultursensible Didaktik - Ein multiperspektivischer Ansatz im Kontext (Berufs-)schulischer Bildung"

                               (Stephanie Spanu, Technische Universität Dortmund)

 

13.25 Uhr     Diskussion

 

 

13.55 Uhr     Pause

 

 

14.45 Uhr     "Diversität in Fachschulklassen: Eine Klippe für Ausbildungsberufe"

                         [Dr. Holger Küls (Berufsbildende Schulen Walsrode) und Dr. Carsten Püttmann (Berufskolleg Marienschule

                          Lippstadt)]

 

15.25 Uhr      Diskussion

 

 

15.55 Uhr      Pause

 

 

16.30 Uhr    "Didaktik des pädagogischen und sozialpädagogischen Unterrichts im beruflichen Schulwesen"                            (Prof. Dr. Jörn Schützenmeister, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

 

17.10 Uhr     Diskussion


 

 

Erläuterungen zur Tagung
 

Im beruflichen Schulwesen wird der Nachwuchs für unterschiedliche pädagogische, sozialpädagogische Berufe qualifiziert, so u.a. für den Beruf der Kinderpflegerin/des Kinderpflegers oder den Beruf der Erzieherin/ des Erziehers. Mit dem Ausbau der Kindertagesbetreuung oder der Förderung frühkindlicher Bildung in den vergangenen Jahren und in der Gegenwart ist Nachwuchs für diese Berufe sehr gefragt und hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf seine Qualifizierung gerichtet. Hinzu kommt, dass die Erweiterung der Allgemeinbildung heute zu den selbstverständlichen Zielsetzungen des beruflichen Schulwesens gehört, dass neben den berufsqualifizierenden Abschlüssen auch allgemeinbildende Schulabschlüsse erworben werden.

 

Dabei gerät die Frage nach der Bewältigung der Diversität der Bildungsgänge und der Vielzahl von Zielsetzungen durch die Pädagogiklehrer/innen und die Lehrer/innen mit der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagoigk in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Inwiefern kann von einer gemeinsamen Basis des unter den Labbeln "berufliche Fachrichtung Sozialpädagogik" und "sozialpädagogische" und "pädagogische" Bildung laufenden Unterrichts im beruflichen Schulwesen ausgegangen werden? Welches sind die zentralen gemeinsamen fachlichen Bezugspunkte pädagogischen und sozialpädagogischen Unterrichts im beruflichen Schulwesen? Ist es die Sozialpädagogik? Ist es die Pädagogik der frühen Kindheit? Ist es die Pädagogik im Allgemeinen? Welches Maß an Differenzierung ist demgegenüber notwendig und welches zurzeit realistischerweise einlösbar?

 

Die Beantwortung solcher Fragen ist für die Didaktik sowie für die Ausbildung der Pädagogiklehrer/innen und Lehrer/innen mit der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik von großer Bedeutung, welche im beruflichen Schulwesen zum Einsatz kommen, darin also eine Vielzahl von Zielsetzungen bewältigen und m.a.W. in vielfacher Hinsicht gute Bildungsqualität gewährleisten sollen.

 

Doch demgegenüber können Problematiken darin gesehen werden,

- dass es in Deutschland verhältnismäßig wenige Hochschulstandorte gibt, an denen Lehrer/innen für den

   pädagogischen und sozialpädagogischen Unterricht im beruflichen Schulwesen überhaupt ausgebildet werden,

-  dass die Didaktik für diese Lehrer/innen zu wenig entwickelt ist, was eben darauf rückführbar ist, 

-  dass ein Mangel an Hochschulstandorten besteht, an denen eine solche Didaktik auch in der Forschung vertreten ist

   und vorangebracht wird. 

 

Die GeDiPäd e.V. hat die Zielsetzung, die Didaktik der Pädagogik in einem weiteren Sinne zu fördern. Sie betrachtet darin auch die Didaktik des pädagogischen und sozialpädagogischen Unterrichts für das berufliche Schulwesens, die Didaktik für die berufliche Fachrichtung Sozialpädagogik als einen dringend zu fördernden Bereich.

In der Tagung  wurde die Schlüsselfrage nach der Diversität und der Identität pädagogischer und sozialpädagogischer Bildungsgänge im beruflichen Schulwesen aus verschiedenen Perspektiven angegangen. Die Tagung lieferte Beiträge für die Entwicklung der Didaktik, der Lehrer/innentätigkeit und Lehrer/innenbildung für diesen Bildungsbereich und setzte einen diesbezüglichen Diskurs in Gang.

 

Hierzu haben azf der Tagung Referenten/innen referiert, die sich in ihrer Forschungs- und Publikationstätigkeit auch der Didaktik  dieses speziellen Bildungsbereich im beruflichen Schulwesen gewidmet haben.

 

Frau Stephanie Spanu ist Mitarbeiterin beim Lehrstuhl für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Didaktik der Sozialpädagogik (Prof. Dr. Uwe Uhlendorff) der Technischen Universität Dortmund. Frau Spanu hat auf der Tagung ihren multiperspektivischen Ansatz kultursensibler Didaktik für den Kontext (Berufs-)schulischer Bildung im Hinblick auf das Tagungsthema vorgestellt.

 

Dr. Holger Küls ist Mitherausgeber des bekannten Buches "Didaktik der Sozialpädagogik" und Autor vieler didaktischer Beiträge zum Unterricht im beruflichen Schulwesen. Dr. Carsten Püttmann ist ebenfalls Autor zahlreicher didaktischer Beiträge zur beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik. Zwischenzeitlich nahm er eine Lehrstuhlvertretung wahr, nämlich für den Lehrstuhl "Bildung und Erziehung in der Kindheit" an der TU Dortmund. Dr. Holger Küls und Dr. Carsten Püttmann haben in ihrem Referat die Problematik der Diversität in Fachschulklassen im Hinblick auf die Qualifizierung für Ausbildungsberufe betrachtet.

 

Prof. Dr. Jörn Schützenmeister hat vor allem Veröffentlichungen zur Didaktik des Pädagogikunterichts angefertigt und herausgebracht, darunter auch Veröffentlichungen zur pädagogischen Profilierung pädagogischen Unterrichts. Im Rahmen seinen Vortrags hat er die Fragen zum Ausbaustand und zu Entwicklungsperspektiven einer Didaktik für den pädagogischen und sozialpädagogischen Unterricht bewegt, Anregungen für ein System für eine Didaktik des Pädagogik- und Sozialpädagogikunterrichts im beruflichen Schulwesen gegeben sowie vor diesem Hintergrund Ausbildungs- und Einsatzmöglichkeiten im beruflichen Schulwesen / Berufskolleg von Lehrer/innen mit dem Unterrichtsfach Pädagogik und von Lehrer/innen mit der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik erörtert.

 

 

Literaturanregungen

 

Jaszus, R. / Küls, H. (2010), (Hg.): Didaktik der Sozialpädagogik. Stuttgart.

 

Karber, A. (2014): Didaktik und Sozialpädagogik. Herausforderungen aus einem ungeklärten Verhältnis. Baltmannsweiler. 

 

Krüssel, H. (2003): Pädagogikunterricht neu sehen. Grundlagen einer reflexiven Fachdidaktik Pädagogik für den berufsbildenden Bereich. Baltmannsweiler.

 

Püttmann, C. (2008): Pädagogikunterricht im beruflichen Schulwesen. In: Pädagogikunterricht 28(2008)4, S. 2-7.

 

Schützenmeister, J. (2016): Didaktik der Sozialpädagogik. Thesen und Perspektiven. In: Knöpfel, E. / Püttmann, C. (Hg.): Bildungstheorie und Schulwirklichkeit. Arbeiten zur Theorie und Praxis pädagogischer Bildung im allgemein- und berufsbildenden Pädagogikunterricht. Baltmannsweiler, S. 55-84.

5. BERICHT

 

TAGUNG DER GeDIPäd e.V.

 

"Kompetenzorientierung und schulinterne Lehrpläne im Pädagogikunterricht"

 

am 18.11.2016 (Freitag), 12.30 Uhr

 

Ort: Katholisch-soziale Akademie

Franz Hitze Haus

Kardinal-von-Galen-Ring 50

48 149 Münster

 

 

Programm

 

12.30 Begrüßung

 

12.45 "Kompetenzorientierung - ein sinnvolles Modell für den Pädagogikunterricht?"

                                                                                      Prof. Dr. Karl Heinz Dammer (Pädagogische Hochschule Heidelberg)

 

13.30 Diskussion / Austausch

 

14.15 Pause

 

15.00 Kompetenzorientierte Lehrpläne für den Pädagogikunterricht - Vor welchen (fachdidaktischen) Aufgaben steht die

           Entwicklung schulinterner Curricula?"

                                                                                    Dr. Daniel Scholl (Universität zu Köln)

 

15.45 Diskussion / Austausch

 

ca. 17.00 Ende

 

 

Die Fachtagung der GeDiPäd e.V. widmete sich der Aufgabe von Pädagogiklehrerinnen und Pädagogiklehrern in Nordrhein-Westfalen, auf der Grundlage der Kompetenzanforderungen des Kernlehrplans schulinterne Curricula für den Pädagogikunterricht  zu entwickeln.

 

Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer hat sich in seinem Vortrag mit dem Kompetenzbegriff befasst und erörtert, inwieweit auf der Basis von Kompetenzvorgaben praktikable Lehrpläne entwickelbar sind, die einem wissenschaftspropädeutischen Anspruch genügen.

 

Dr. Daniel Scholl hat gezeigt, wie sich mit der nachdrücklichen Einforderung von Schulentwicklung die Frage stellt, vor welchen lehrplanerischen Aufgaben die fachdidaktische Arbeit an den Schulen genau steht. In seinem Vortrag hat er vor dem Hintergrund der Funktionen von Lehrplänen und einem Vergleich mit den Vorgängerlehrplänen systematisch diese neuen schulinternen Lehrplanaufgaben entfaltet.

 

Dr. Elmar Wortmann hat konkrete Anregungen für die Entwicklungen eines schulinternen Lehrplans für den Pädgaogikunterricht gegeben.

 

In der Tagung sind lebhafte Diskussion geführt worden. Dabei wurde das Spannungsfeld zwischen Kompetenzvorgaben und didaktischer Freiheit, in welchem sich die Lehrerinnen und Lehrer hier bewegen, kritisch erhellt. Es sind in den Gesprächen Handlungsspielräume erörtert worden.

Die Tagung fand an einem sehr ansprechenden und serviceorientierten Tagungsort statt.

 

GeDiPäd e.V.

 


4. Bericht

 

 

3. KOLLOQUIUM

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

 

 

 

„Pädagogikunterricht als Fach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes “

 

 

 

im Rahmen der Kolloquium-Reihe „Gesellschaftsorientierte pädagogische Bildung und

 Pädagogikunterricht als Fach der gesellschaftswissenschaftlichen Fächergruppe“

 

 

hat am 16. September 2016 (Freitag), 10.00 Uhr stattgefunden.

 

 

Ort: Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft,

 Georgskommende 33, Haus C, Raum C313, 48 143 Münster

 

Programm

 

 

10.00 Uhr        Begrüßung 

 

10.15 Uhr        „Pädagogikunterricht als Fach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes –

                           Eine klärende Ortsbestimmung“

                                                     Dr. Gernod Röken

 

 11.00 Uhr        „Unterrichtsbezogene Beispiele aus der Perspektive einer Lehrkraft für den Pädagogikunterricht für die gesellschaftlich-historische Eingefasstheit bzw. Bestimmtheit von Erziehungs- und Bildungsprozessen vor dem Hintergrund der Ausführungen von Gernod Röken“

      Fred Heindrihof

 

11.45 Uhr        Mittagspause

 

 

13.00 Uhr        Austausch und Diskussion

 

 

13.45 Uhr        „Pädagogikunterricht als Sozialwissenschaft gesollt und als Psychologie gewollt?“

                                                                           Prof. Dr. Jörn Schützenmeister (WWU Münster)

 

 14.30 Uhr        Austausch und Diskussion

 

15.00 Uhr        Verabschiedung

 

  

Das Fach Erziehungswissenschaft in NRW gehört zu den Fächern des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes der gymnasialen Oberstufe. Damit hat es zur Verwirklichung spezifischer Ziele dieser Fächergruppe beizutragen. Diese Einordnung und die gesellschaftswissenschaftliche Ausrichtung des Faches Erziehungswissenschaft ist bisher wenig fachdidaktisch reflektiert und thematisiert worden. Abgesehen von einigen fachdidaktischen Ansätzen zur gesellschaftswissenschaftlichen Fundierung der 1970er Jahre und von kritischen Beiträgen um die Jahrtausendwende, welche die Vernachlässigung gesellschaftstheoretischer und –kritischer Bezüge des Faches herausarbeiten, hat sich in der Fachdidaktik Pädagogik bisher wenig zu diesem Thema getan.

Dabei ist die Frage nach der Begründung der Einordnung des Faches in das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld und die Frage zu seiner Abgrenzung von anderen Fächern nach wie vor evident und aktuell. Es stellen sich zahlreiche Fragen, u.a.:

 

·       Ist das Fach in seinen Zielen und  Inhalten als ein Fach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes klar profiliert und deutlich erkennbar?

 ·       Kann es das von seinen spezifischen Fragestellungen her eigentlich sein?

 ·       Soll es das sein?

 ·       Wie sind die Beziehungen und Zusammenhänge des EWU zu den Unterrichtsfächern Sozialwissenschaften, Geschichte oder Psychologie zu sehen?

 ·       Sind die gesellschaftsbezogenen pädagogischen Bildungsinhalte im Kernlehrplan zeitgemäß?

 ·       Welche Inhalte ständen als Alternativen zur Verfügung?

 

Im ersten Teil des Kolloquiums sind Fragen nach der historischen Bedingtheit und nach der Gegenwarts- und Zukunftsgemäßheit einer solchen pädagogischen Bildung des Faches thematisiert worden,  die die gesellschaftlichen Zusammenhänge der pädagogischen Praxis reflektiert, sowie nach konkreten Möglichkeiten dazu unter den Bedingungen einer Funktionalisierung, Ökonomisierung und Kommodifizierung von Bildung durch Standard- und Kompetenzorientierung fragt. Insbesondere ist es darum gegangen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von pädagogischer und politischer Bildung auszumachen. Wo gibt es Möglichkeiten, dass unterschiedliche Wissensformen und Wissensbestände in einen Zusammenhang gebracht werden (integrative Betrachtung) und wo ist es unbedingt notwendig, die Eigenständigkeit der systematisch, reflektierten und planvollen Analyse und der Reflexion pädagogischer Praxis und Theorie zu betonen, weil andere Zugriffe begrenzt bleiben und das genuin Pädagogische in seiner besonderen Argumentations- und Begründungsstruktur nicht erkannt wird und das deshalb auch nur durch pädagogische Kategorien bzw. „einheimische“ Begriffe (Herbart) erfasst werden kann. Dr. Gernod Röken hat sich in seinem Vortrag der grundsätzlichen Ortsbestimmung des Pädagogikunterrichts im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld zugewendet, in der Begründungen und Anregungen für eine gesellschaftswissenschaftliche Profilierung eine wichtige Rolle spielen. Diese Begründungen und Anregungen sind dann von Fred Heindrihof genutzt worden, um eigenständige Vorschläge an inhaltlichen Beispielen zu einer entsprechenden und konkreten Umsetzung im Pädagogikunterricht darzulegen.

 

Im zweiten Teil des Kolloquiums hat Prof. Dr. Jörn Schützenmeister in seinem Vortrag die Problematik der Verortung des Pädagogikunterrichts zwischen Sozialwissenschaften und Psychologie thematisieren. Hierbei sind die derzeitigen Gesellschaftsbezüge des EWU kritisch in den Blick genommen und fachdidaktische Entwicklungsoptionen für den Pädagogikunterricht skizziert worden.

 

Das Kolloquium hat breiten Raum für Nachfragen, für Austausch, für Kritik, Diskussion und für Anregungen geboten, der reichlich genutzt worden ist.

 

Das Kolloquium ist Teil einer Reihe von Kolloquien, die auf der Dortmunder Tagung „Neue Aufgaben einer Didaktik der Pädagogik“ im Juni 2015 ins Leben gerufen worden ist, welche ihrerseits maßgeblich von der Gesellschaft Didaktik der Pädagogik e.V. initiiert worden ist. Dabei geht es um die Belebung des überregionalen Austausches zur Entwicklung eines zentralen Themas der Fachdidaktik Pädagogik und des Pädagogikunterrichts. Die einzelnen Kolloquien werden von unterschiedlichen Hochschulen ausgerichtet. Die Reihe ist eine Reihe der Hochschulen und sie wird von der Gesellschaft Didaktik der Pädagogik e.V. ideell unterstützt.

 


3. BERICHT

 

2. Kolloqium

 

"Herausforderungen pädagogischer Bildung in einer

kulturindustrialisierten Gesellschaft"

Universität Duisburg-Essen

 

im Rahmen der Kolloquium-Reihe "Gesellschaftsorientierte pädagogische Bildung und Pädagogikunterricht als Fach der gesellschaftswissenschaftlichen Fächergruppe" 

 

 

  hat am 01.07.2016, 10.00 Uhr - 14.30 Uhr stattgefunden,

Ort: Universität Duisburg-Essen,  Raum V15 R03 H55,

                      Universitätsstraße 2, 45 141 Essen 

 

 

10.00 Uhr         Begrüßung

 

10.15 - 10.45  "Die integrale Macht kulturindustrieller Sozialisation als Herausforderung für die

                            kulturpädagogische Praxis"

Dr. Alf Hellinger, Universität Duisburg-Essen

 

10.45 - 11.15   Diskussion

 

11.15 - 11.30  Kaffeepause

 

11.30 - 12.00 "Pädagogische Urteilskraft als gesellschaftskritisches Reflexionsvermögen"

                           Dr. Manuel Rühle, Universität Duisburg-Essen

 

12.00 - 12.30 Diskussion

 

12.30 - 13.30 Mittagspause

 

13.30 - 14.00 "Medienbildung - Von selbstbestimmten Individuen in einer mediatisierten

                           Gesellschaft"

                           Stephan Krebs, Universität Duisburg-Essen

 

14.00 - 14.30 Diskussion

 

Das Kolloquium fand in einer sehr aufgeschlossenen Athmosphäre statt. Im Anschluss an Vorträge wurden Fachgespräche und -diskussion geführt, die von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern als konstruktiv und  bereichernd zurückgemeldet worden sind.

 

 


2. BERICHT

 

1. KOLLOQUIUM

 

"PÄDAGOGIKUNTERRICHT - ZWISCHEN SUBJEKT- UND GESELLSCHAFTSBEZUG"

 

im Rahmen der Kolloquium-Reihe "Gesellschaftsorientierte pädagogische Bildung und Pädagogikunterricht als Fach der gesellschaftswissenschaftlichen Fächergruppe"

 

 

fand am 04.03.2016, Freitag

ORT: Ruhr-Universität Bochum, GA 2/41 (Gebäude, Ebene, Raum) statt.

 

 

 

PROGRAMM

 

10.00                Begrüßung

 

10.15 - 11.00 "Konturen eines gesellschaftswissenschaftlichen Pädagogikunterrichts -

                          Unzeitgemäße Betrachtungen zu einem vernachlässigten fachdidaktischen

                          Thema"

                                    Dr. Kirsten Bubenzer (Ruhr-Universität Bochum)

 

11.00 - 11.45  Diskussion

 

11.45 - 13.00  Pause

 

13.00 - 13.45 "Das Verhältnis von Subjekt und Gesellschaft im Pädagogikunterricht vor dem

                          Hintergrund der neuen Dialogischen Fachdidaktik Pädagogik und dem neuen

                          Schulbuch Phoenix"

                                   Edwin Stiller (Schulbuchautor)

 

13.45 - 14.30 Diskussion

 

 

ZIELGRUPPE

 

Die Kolloquium-Reihe, zu der die Bochumer Veranstaltung den Auftakt bildet, dient dem fachdidaktischen Austausch und der Entwicklung der Didaktik der Pädagogik. Sie richtet sich insbesondere an Vertreter/innen der Didaktik der Pädagogik an den Hochschulen in Forschung und Lehre, weiterhin an andere Erziehungswissenschaftler/innen, an Fachseminarleiter/innen für den allgemeinbildenden Pädagogikunterricht und für die sozialpädagogische Fächergruppe an Berufskollegs, an aktive und angehende Pädagogiklehrer/innen sowie weitere Interessierte.

 

PROGRAMM

 

Frau Dr. Kirsten Bubenzer hatte die Bedeutung der Gesellschaftsorientierung des Pädagogikunterrichts vor dem Hintergrund des aktuellen fachdidaktischen Diskurses dargestellt. Sie begründete, weshalb die Reflexion über Erziehung vor allem gesellschaftswissenschaftlich sinnvoll ist. Sie hat dabei den Beitrag fachdidaktischer Konzepte des Pädagogikunterrichts erörtert und insbesondere Überlegungen zur Profilierung der Pädagogik als gesellschaftswissenschaftliches Unterrichtsfach in den Zielen, Inhalten und Methoden dargelegt.

 

Edwin Stiller, der das bekannte Konzept der Dialogischen Fachdidaktik Pädagogik erarbeitet hat, auf dem das in den Schulen sehr verbreitete und beliebte Schulbuch Phoenix aufbaut, hat in seinem Beitrag das Verhältnis von Subjekt- und Gesellschaftsbezug des Pädagogikunterrichts thematisiert. Sowohl die Dialogische Fachdidaktik Pädagogik als auch das Schulbuch Phoenix haben seit Ende der 1990er Jahre bemerkenswerte Impulse in den Pädagogikunterricht eingespielt, von denen die Subjektorientierung im Zentrum der Rezeption stand und steht. Edwin Stiller hat diesbezüglich den Gesellschaftsbezug von Dialogischer Fachdidaktik Pädagogik und Phoenix herausgearbeitet und erste Ausblicke auf die Ausrichtung von Subjekt- und Gesellschaftsbezug in der novellierte Fassungen der Dialogischen Fachdidaktik Pädagogik und in dem neuen Schulbuch Phoenix gegeben.

 

Im Anschluss an die Vorträge fand eine Diskussion zwischen den Teilnehmern/innen zu den dargelegten Positionen der beiden Referenten statt.


 


 

1. BERICHT

 

 

über die

 

 

Tagung

 

 

"Neue Aufgaben

 

einer Didaktik

 

der Pädagogik"

 

am Freitag, 05.06.2015, 10.00 - 15.00 Uhr

 

 

Die GeDiPäd e.V. richtete diese Tagung in

  

  Kooperation mit der TU Dortmund aus.

 

 

Ort: Erich-Brost-Haus, Raum B20/22, Otto-Hahn-Str. 2, 44 227 Dortmund.

 

 

 

Programm

 

Tagung "Neue Aufgaben einer Didaktik der Pädagogik"

 

10.15 Begrüßung und Vorstellung der GeDiPäd e.V. (Dr. Carsten Püttmann / Prof. Dr. Jörn Schützenmeister)

 

10.30 Vortrag "Zwei Methoden im Pädagogikunterricht" (Prof. Dr. Volker Ladenthin, Universität Bonn)

 

11.15 Diskussion und Austausch zum Vortrag

 

11.30 Austausch zu "Neuen Aufgaben einer Didaktik der Pädagogik", für die Zusammenarbeit auf der Ebene der  

           Hochschulen, Initiative für eine Kolloquium-Reihe (Moderation Dr. Carsten Püttmann)

 

12.00 Mittagspause

 

12.45 Vortrag: "Fachmethodik des Pädagogikunterrichts" (Prof. Dr. Jörn Schützenmeister, Universität Münster)

 

13.15 Diskussion und Austausch zum Vortrag

 

13.30 Kaffeepause

 

13.45 Vortrag: "Konzeptionelle und methodische Impulse für den Pädagogikunterricht" (Dr. Carsten Püttmann,

    TU Dortmund, Dr. Elmar Wortmann, ZfsL Dortmund)

 

14.15 Diskussion und Austausch zum Vortrag

 

15.00 Verabschiedung

 

 

Der Einladung zur Tagung kamen Hochschullehrer/innen, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen aus sieben Universitäten Nordrhein-Westfalens nach, welche dort die Didaktik der Pädagogik oder die Didaktik der Sozialpädagogik vertreten. Weiterhin haben Leiter/innen von Fachseminaren zum Pädagogikunterricht aus acht ZfsL teilgenommen, darüberhinaus weitere Interessierte aus dem Hochschulbereich (Wissenschaftler/innen und Studierende) sowie der Schulverwaltung. Die Tagung fand im schönen und sehr gepflegten Erich-Brost-Haus in Dortmund statt, ein sehr empfehlenswerte Tagungsambiente.

 Nach der Begrüßung stellte Prof. Dr. Jörn Schützenmeister die Gesellschaft Didaktik der Pädagogik vor, erklärte deren Anliegen, welches auch über das allgemeinbildende Unterrichtsfach Pädagogik hinaus greift. In den Mittelpunkt wurden die Kernforderungen der GeDiPäd gestellt (Siehe auch diese Website).

Im Anschluss daran hat Prof. Dr. Ladenthin seinen Vortrag über die Methoden pädagogischer Bildung gehalten, der seinen Ausgang bei bildungshistorischen Betrachtungen nahm und schließlich in einer prägnanten Systematik mündete.

Ein Kernanliegen der Tagung war es, möglicher Themen und Aufgaben für eine Belebung des fachdidaktischen Diskurses zu erörtern. Die entsprechende Phase des Austauschs hat Dr. Carsten Püttmann moderiert. Die Teilnehmer/innen haben zu den vorgestellten Themen weitere Themen und Anregungen ins Spiel gebracht. Die Auswertung einer Themenliste, welche auf der Tagung herumgegeben worden ist, hat mittlerweile ergeben, dass die meisten  Interessen das Thema: "Pädagogikunterricht als gesellschaftswissenschaftliches Fach" betreffen. Am zweithäufigsten ist das Thema "Vergleich und Standardisierung von Ausbildungskonzepten" angegeben worden.

Prof. Dr. Jörn Schützenmeister hielt nach der Mittagspause einen Fachvortrag zur Fachmethodik des Pädagogikunterrichts, in welchem er der Frage nachging, was das Spezifische der Methodik und Methodenbildung im Pädagogikunterricht ist. Hierzu bündelte er Impulse bereits vorliegender fachdidaktischer Beiträge und stellte sein eigenes Methodenkonzept vor.

Nach einer kurzen Kaffeepause, in der ein reger Austausch unter den Teilnehmern/innen erfolgte, haben Dr. Elmar Wortmann und Dr. Carsten Püttmann an einem komplexen unterrichtspraktischen Beispiel vorgestellt, wie das Lernen im Pädagogikunterricht anhand von Lernaufgaben methodisch gestaltet werden kann. Hieran hat sich eine intensive Nachfrage- und Diskussionsrunde angeschlossen, an der sich vor allem Vertreter/innen der Schulpraxis beteiligt haben.

Insgesamt ist die Tagung recht positiv aufgenommen worden. Nach der Tagung gingen auch erfreulich viele Aufnahmeanträge beim Vorstand der GeDiPäd ein.

Der GeDiPäd-Vorstand hat in seiner letzten Sitzung aus der Dortmunder Tagung die Schlussfolgerung gezogen, eine Kolloquiumreihe an Hochschulen mit zu organisieren und zu unterstützen, welche Pädagogiklehrer/innen ausbilden. In dieser wird es um die gesellschaftsorientierte und -kritische Ausrichtung pädagogischer Bildung im Allgemeinen und um die Verortung des Pädagogikunterrichts innerhalb der gesellschaftswissenschaftlichen Fächergruppe im Speziellen gehen. Der Vorstandsvorsitzende ist beauftragt worden, hier eine Konzeptidee zu entwerfen, welche möglichst viele Beteiligungsmöglichkeiten bietet, diese abzustimmen und Teilnehmer/innen der Tagung sowie ggf. weitere Interessierte für diese Kolloquiumreihe zu gewinnen. Über Näheres informiert die GeDiPäd bald. Die anderen Interessen und Themen, welche auf der Tagung angegeben worden sind,  möchte die GeDiPäd mit im Auge behalten.

 

Die GeDiPäd dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Ihr Interesse, Ihre Beiträge und hofft auf die Fortsetzung des Gedankenaustausches.

 

Herzliche Grüße

vom

GeDiPäd-Vorstand